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Kulturareal Thälmannpark
Rote Karte für
Kultur in Pankow?
Zu Beginn der BVV- Sitzung am 15.07.09 stimmten Rakatak und FriedDrums
mit Trommelrhythmen auf einen kämpferischen Abend ein. Dann trat
im Saal der Chor der abgewickelten Erich- Fried- Schule auf. SPD und
Grüne fehlten beim Kulturteil. Wie schon bei den letzten BVV- Sitzungen
waren viele Pankower erschienen, um die Sitzung zu verfolgen.
Das Aktionsbündnis Berliner Künstler gegen den Kulturabbau
in Pankow nutzte die Bürgerfragestunde, um der BVV und Bezirksbürgermeister
Matthias Köhne (SPD) klare Fragen zu stellen, wie es mit dem Kulturensemble
im Thälmannpark weitergehen soll. Bürgermeister Köhne
antwortete, ohne sich zur Zukunft der bezirklichen Kommunaleinrichtungen
zu bekennen. Wir sind empört darüber, dass die zahlreichen
und namhaften Künstler des Aktionsbündnisses von den Politikern
auf der BVV völlig ignoriert wurden- aber an anderer Stelle schmückt
man sich mit Ihnen!
Die Debatte um die Kernfrage, ob es räumlich und konzeptionell
überhaupt geht, die von der Schließung betroffenen Initiativen
aus dem Eliashof in den Thälmannpark zu verlagern, wurde wie erwartet
hitzig und lang. Das Ergebnis stand ja eigentlich vorher fest, denn
die SPD- und Grünen- Abgeordneten stehen unter Fraktionszwang und
dürfen nicht frei ihrem Gewissen folgen. Und sie haben die Mehrheit.
Umso überraschender war der extrem knappe Ausgang mit nur einer
Stimme Vorsprung! Keine andere Partei wollte SPD und Grünen folgen.
Enttäuschend, dass die CDU nicht deutlicher Position bezogen hat.
Das Abstimmungsergebnis zum Antrag von SPD und Grünen,
- die Initiativen vom Eliashof in den Thälmannpark umzusiedeln
- mit der Option, kommunale Kultureinrichtungen von dort zu
verlagern und
- mit den freien Initiativen die Möglichkeit eines Treuhandmodells
zu schaffen:
Dafür: SPD und Grüne (geschlossene Fraktionen) |
20 Stimmen |
Dagegen: Linke und FDP (geschlossene Fraktionen),
sowie 2 Abgeordnete der CDU |
19 Stimmen |
| Enthaltungen: Abgeordnete der
CDU |
4 Stimmen |
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Rakatak und FriedDrums trommeln
vor der BVV- Sitzung
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Was bedeutet diese Entscheidung? Das wird die Zukunft zeigen. Vertreter
von SPD und Grünen behaupteten in der Debatte immer wieder, sie
wollten die kommunalen Kultureinrichtungen im Thälmannpark nicht
zerstören, sondern den Kulturstandort stärken. Der Widerspruch
zwischen diesen Äußerungen und ihrem Handeln ist jedoch ganz
offensichtlich: Weitere kommunale Einrichtungen sollen den Betreibern
übergeben und kommerzialisiert werden. Wir richten uns auf einen
heißen Herbst ein
.
Wenn auch Sie sich mit Ihrer Unterschrift dem Protest
anschließen möchten,
senden Sie Ihren Namen, Mailadresse und Beruf an: kuenstlerprotest@aol.com
Sie werden dann umgehend auf die Liste gesetzt.
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